aus dem Journal

Vanessa Frank – ein Kindheitstraum wird wahr

Vanessa Frank – ein Kindheitstraum wird wahr

Vierte deutsche Weihnachtsbaumkönigin (2017/2018).

Die neue Weihnachtsbaumkönigin Vanessa Frank aus Karlsruhe-Rüppurr wollte schon immer eine Königin werden. Sie dachte da zwar an Wein und nicht an Weihnachtsbäume, aber auf dem Christbaumhof Frank ihrer Eltern gibt es eben nur Nordmänner, Blaufichten und Colorados. Die 22-jährige angehende Hotelfachfrau hat in ihren jungen Jahren schon viel erlebt und möchte diese Erfahrungen mit ins Königinnenamt einbringen.

Ihre intensivbraunen Augen funkeln, wenn sie davon berichtet, wie sie mit einer Freundin nach dem Abitur durch Lateinamerika gereist ist. Selber sieht sie aus, wie eine feurige, lateinamerikanische Schönheit, und dass sie spanisch spricht, ist dann auch irgendwie nicht mehr verwunderlich. Und das, obwohl sie aus dem baden-württembergischen Dörfchen Rüppurr bei Karlsruhe stammt und mit Weihnachtsbäumen aufgewachsen ist. „Schon als kleines Kind habe ich mich immer gefragt, warum mein Vater nicht Weinreben anbaut. Ich wollte doch immer so gerne eine Weinkönigin werden“, erinnert sie sich schmunzelnd. Und ja, jetzt trägt sie eine Krone – die der neu gewählten Weihnachtsbaumkönigin. Am Vorabend der 23. Internationalen Weihnachtsbaumbörse in Eslohe-Reiste übernahm sie das Zepter von Vorgängerin Saskia Blümel aus Moisburg.

Für die nächsten zwei Jahre ist die 22-jährige Vanessa Frank nun das Gesicht der Weihnachtsbaumbranche und wird diese bei öffentlichen Terminen vertreten. „Da freue ich mich schon sehr drauf“, sagte sie nach der „Inthronisation“. Es war schierer Zufall, dass sich Vanessa Frank in allerletzter Minute für das Amt der Weihnachtsbaumkönigin bewarb. „Mein Vater hatte das Abschluss-Interview mit Saskia Blümel im Nadel Journal (Ausgabe 4/2017) gelesen und mir dann gezeigt. Er wusste ja von meinem Kindheitstraum.“ Umso mehr freute sie sich, dass die Wahl tatsächlich auf sie fiel. „Ich bin froh, dass nun die Königin mal aus dem Süden Deutschlands kommt“, sagt sie eineinhalb Monate später und betont, dass es aber ein guter Kontrast sei zu den vorherigen Königinnen, die aus größeren Betrieben stammten. „Bei den Vorgängerinnen gab es auch neben dem direkten Verkauf das Großhandelsgeschäft. Das gibt es bei uns gar nicht.“

Der elterliche Betrieb hat vier Hektar und vertreibt die Bäume ausschließlich im Direktverkauf ab Hof. Ihr Vater, Karl-Heinz Frank, stellte den Betrieb vor 21 Jahren um von klassischer Landwirtschaft mit Milchvieh und Ackerbau auf Weihnachtsbaumproduktion. Mitten im Ort gab es für den Hof keine Chance sich auszubreiten. Um den Milchquoten- und Weizenpreisverfall kompensieren zu können, hätte Karl-Heinz Frank damals den Hof aber vergrößern müssen. Da er jedoch die Landwirtschaft als gelernter Mechaniker im Nebenerwerb betrieb, suchte er nach einer weniger kostenintensiven Alternative. Und da kamen ihm die Weihnachtsbäume nur recht. „Der Hof ist von meinen Großeltern. Mein Opa starb schon, als mein Vater erst 16 Jahre alt war“, berichtet Vanessa Frank.

So baute Karl-Heinz Frank die Stallungen um – zum einen für seine Frau Daniela, die eine Musikschule eröffnete, und zum anderen für einen schönen Hofverkauf der angebauten Bäume. „Mein Vater fing weitgefächert an. Er versuchte es mit Blaufichten, Korktannen, Colorados, Frasers, Schwarzkiefern und natürlich mit Nordmanntannen. Übrig geblieben hier in der warmen Rheinebene sind heute Nordmann-, Kork- und Coloradotannen sowie die Blaufichte“, zählt Vanessa Frank auf.

Sie vereint die Träume ihrer Eltern – nicht nur, dass sie Klavier, Gitarre und Querflöte spielen kann und auch gut singt, nein, sie ist von Kindesbeinen an beteiligt an den Pflegearbeiten der Weihnachtsbäume und daneben spielt sie in der ortsansässigen Damenbasketballmannschaft als Aufbauspielerin……..

veröffentlicht Weihnachtsbaumkönigin