aus dem Journal

Stephanie Kesting – Wie eine Märchenkönigin

Stephanie Kesting – Wie eine Märchenkönigin

Erste deutsche Weihnachtsbaumkönigin (20111/2012).

Verträumter Blick, ebenmäßige Züge, langes blondes Haar: Wenn sie durch die Kultur streift, wirkt sie mit Krone, Zepter und Schärpe so märchenhaft, wie ein geschmückter Weihnachtsbaum: Stephanie Kesting, die erste deutsche Weihnachtsbaumkönigin. Sie besticht mit ihrer Natürlichkeit und wirbt für den natürlichen Christbaum. Und man glaubt es ihr. Denn ihre Eltern bewirtschaften im Sauerland einen Weihnachtsbaumbetrieb, in dem sie schon früh mithalf.

 

Momentan hat sie viel zu tun. Ein Termin jagt den nächsten. Sie ist fast schon so gefragt wie die Supermodels aus den Castingshows: Stephanie Kesting aus Lennestadt, die erste deutsche Weihnachtsbaumkönigin. Ob sie nun der Saisoneröffnung auf Gut Depenau im Kreis Plön oder der beim Bundesverbandsvorsitzenden Bernd Oelkers in Wenzendorf beiwohnte, in Wiesbaden die Weihnachtsbaumübergabe am Landtag durch die Hessentanne begleitete oder aber mit der Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner und dem Bayerischen Verbandsvorsitzenden Thomas Emslander die Zugspitze erklomm, um am höchsten Weihnachtsbaumstandort Deutschlands die Verkaufssaison zu eröffnen: die 18-jährige Gymnasiastin kommt herum.

 

„Das ist schon aufregend, weil man so viel mitkriegt“, sagt die junge Frau und fügt hinzu: „Es ist schon niedlich, wie mich die älteren Leute ansprechen und sich darüber freuen, dass sie mich wiedererkennen.“ Das Amt zur ersten deutschen Weihnachtsbaumkönigin wurde ihr eher zufällig zuteil. Als im April diesen Jahres die ersten Gespräche für die Börsenplanung, die in Eslohe stattfand (das Nadel Journal berichtete), liefen, kam man auf die Idee, eine Weihnachtsbaumkönigin zu krönen. Doch welches Mädchen nehmen? Schnell blickte man zu Burchhardt Kesting, denn es war bekannt, dass er zwei hübsche Töchter hat. Er fragte zuhause nach und siehe da, die Ältere, die 20-jährige Jennifer, überredete die Jüngere, Stephanie, zu diesem Job. Jennifer Kesting studiert in Düsseldorf und sie wusste, dass sie das zeitlich nicht schaffen würde.

 

Die Schulleitung des Gymnasiums in Lennestadt wurde gefragt, ob Stephanie an ein paar Tagen fehlen dürfe. Und da sie eine gute Schülerin ist, war das kein Problem. Der erste Job war die Repräsentation des deutschen Bundesverbandes der Weihnachtsbaum- und Schnittgrünerzeuger in Eslohe auf der 17. Internationalen Weihnachtsbaumbörse. Ihre Botschaft: „Ich möchte den Leuten näher bringen, dass der natürliche Weihnachtsbaum für unsere Kultur gesellschaftlich wichtig ist, dass er bis zu zwölf Jahre wächst und dass viel Arbeit darin steckt, ihn bis zur Ernte zu produzieren.“ Als erste deutsche Weihnachtsbaumkönigin unterstützt sie natürlich auch das Internationale Jahr der Wälder, bei dem der Weihnachtsbaumbundesverband mit dem Bundeslandwirtschaftsministerium die Kampagne „Ohne ihn wäre Weihnachten nur halb so schön“ ins Leben gerufen hat. Denn „Ohne ihn könnten wir „O Tannenbaum“ nicht mehr singen.“ 

 

Stephanie Kesting weiß, wovon sie spricht. Groß geworden ist sie auf dem elterlichen Betrieb, der seit den 1960er Jahren bereits Weihnachtsbäume verkauft. „Stephanies Opa hat in den 1960er Jahren die Fichten aus dem Wald heraus verkauft. Zusätzlich zum Forstbetrieb baute er in den 1970er Jahren an steileren Flächen Blaufichten an“, berichtete Burchhardt Kesting, der die Landwirtschaft von der Pieke auf gelernt hat und eigentlich mit Milchkühen sein Glück versuchen wollte. Heute besteht der Betrieb aus 90 Hektar Weihnachtsbaum- und Forstkulturen……

 

veröffentlicht Weihnachtsbaumkönigin