aus dem Journal

Mit dem Christbaum-Virus infiziert

Mit dem Christbaum-Virus infiziert

Er verfolgt ehrgeizige Ziele: Stefan Oberholzer ist noch kein Jahr Präsident der IG Suisse Christbaum und hat zahlreiche Ideen, wie er den Verein vorwärtsbringen und stärken will. Auch auf seinem eigenen Hof in der Ostschweiz probiert er Neues aus. Nadel Journal-Autorin Melanie Graf besuchte ihn auf dem Bubentalerhof in Flawil.

Auf dem Bubentalerhof im St. Gallischen Flawil in der Ostschweiz herrschte vor Weihnachten Hochbetrieb. Christbäume wurden in Autos geladen, Kunden kauften Schnittgrün und Mistelzweige, Holzsterne, Holzengel, Finnenkerzen. Freundlich wurde man auf dem Hof empfangen und beraten. Von Anfang November bis Weihnachten war Stefan Oberholzer mit dem Verkauf von Christbäumen beschäftigt. Dabei zeigte sich der Christbaumproduzent kundenfreundlich und lud die Kundschaft in die Kaffeestube zu warmen Getränken ein. Einmal war die Kundschaft sogar zur Weihnachtsgans-Degustation eingeladen. „Das war ein kleines Projekt“, verrät Stefan Oberholzer. Die Weidegänse stammten vom Bauernbetrieb nebenan. Im Frühjahr hatte er neben dem Land seines Nachbarn rund 2.000 Christ­bäume gepflanzt. In einem Versuch ließ die Nachbarfamilie ihre Gänse auf seiner Plantage weiden. Die Gänse hielten das Gras zwischen den Bäumchen kurz, was Stefan Oberholzer das aufwendige Mähen ersparte. Die Weidung durch Gänse sei bodenschonend, wenn die Tiere genug Platz haben, weiß er.

 Viele Ziele als IG-Vorsitzender

Stefan Oberholzer ist immer offen für Neues. Nicht umsonst ließ er sich im März vergangenen Jahres als Nachfolger von Alfred Spaltenstein zum Präsidenten der schweizerischen Christbaumvereinigung IG Suisse wählen. Und hier setzt er sich mit Leib und Seele für den Verein und den Schweizer Christbaum ein. Der Verein IG Suisse Christbaum ist die Dachorganisation der schweizerischen Christbaumproduzenten. Er zählt derzeit 230 Mitglieder und hat sich zum Ziel gesetzt, den Anbau und Verkauf von Schweizer Christbäumen zu fördern. Der 38-jährige Stefan Oberholzer nimmt das Amt als Präsident ernst und hat ehrgeizige Ziele. „Ich möchte den Namen IG Suisse Christbaum und den Schweizer Christbaum besser präsentieren“, sagt er. Der Verein müsse professionalisiert und das Image des Schweizer Christbaums aufgebaut werden. „Es ist auch nötig, dass der Auftritt des Verbands einheitlich wird“, fügt er an. Dies wolle er unter anderem mit einer wirksamen Öffentlichkeitsarbeit und kreativer Werbung erreichen. Konkrete Ideen hat er schon: Mit Informationstafeln, welche Wissenswertes über Christbäume vermitteln, solle der Kunde über die Arbeit, die Produkte und den Nutzen der Plantagen informiert werden. Die Tafeln sollen gut ersichtlich an den Plantagen angebracht werden. Zudem wolle er „Tage der offenen Christbaumkulturen“ schaffen, an denen sich die Kundschaft über die Arbeit der Christbaumproduzenten ein Bild machen könne. „Es ist uns auch ein Anliegen, der Bevölkerung zeigen zu können, dass Christbaumkulturen…. (Autorin: Melanie Graf)

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