aus dem Journal

Wirkungsgeflecht der Nährstoffe

Wirkungsgeflecht der Nährstoffe

In der Mai-Ausgabe berichteten wir mit dem ersten Teil über das 19. Weihnachtsbaumseminar in Klein-Altendorf. Themen waren die Verkaufszahlen 2012, Frasertanne, Spätfrostschäden sowie die Wirkung von Insektiziden. Im zweiten Teil berichten wir nun darüber, wie Nährstoffe wirken.

Über 100 Interessierte waren zum 19. Weihnachtsbaumseminar nach Klein-Altendorf gekommen, dem Seminar des Dienstleistungszentrums Ländlicher Raum Rheinpfalz. Einer der geladenen Referenten war Josef Lux von der RSW Ormont. „Das Minimumgesetz aus dem Jahr 1855 von Justus von Liebig gilt immer noch: “, erklärte Josef Lux zu Beginn seines Vortrages. Denn alle Nährstoffe stehen in einer Beziehung zueinander und bilden ein Wirkungsgeflecht. Düngt man beispielsweise Kalium im Übermaß, dann erhält man einen Magnesiummangel. „Dieser Mangel verursacht, dass nichts mehr zum Wurzelsystem transportiert wird, wo die Energie verbraucht wird, die vorher in den Nadeln gewonnen wurde.“ Also der Minimum-Faktor stoppt das Wachstum. Umgekehrt kann man mit einer Nitratstickstoffdüngung die Magnesiumaufnahme fördern. Nichts kann also im System der Pflanze isoliert betrachtet werden. „Man sieht, dass ist nicht so einfach mit der Düngung“, so Josef Lux.

Basis ist der pH-Wert

Die Basis aller Gedanken um Nähr­stoffe ist jedoch der pH-Wert. Ist dieser nicht in Ordnung nutzt alles Düngen nichts. Denn: „Der pH-Wert hat einen sehr großen Einfluss auf die Nährstoffverfügbarkeit. Ist dieser in Ordnung, dann kann man über die Grundnährstoffe nachdenken.“ Josef Lux empfahl, die Kultur einmal auf einen günstigen pH-Wert-Status einzustellen und dann mit kleinen Kalkdosie­rungen den Wert zu halten, wenn der pH-Wert zu niedrig und der Boden zu sauer ist. Für die Nordmanntanne liegt der passende Bereich zwischen 5,5 und 6,5. Die Fichte ver­trägt einen Wert von 4,5 bis sogar 7……

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