aus dem Journal

Herkünfte, Düngung und Marktmöglichkeiten

Herkünfte, Düngung und Marktmöglichkeiten

In Oberharmersbach im Schwarzwald fand in diesem Jahr das Herzog-Seminar statt. Gastgebender Produzent war Reinhard Pfundstein. Die Themen reichten von Frost über Düngung bis Vermarktung. Das Seminar informierte rundum und war für die 80 Besucher informativ und lehrreich.

In der Nacht auf den 25. Mai diesen Jahres gab es in einigen Regionen, wie in Odenwald, Eifel oder auch Hunsrück Spätfrost. Die Schäden waren aber bei weitem nicht so groß wie im Jahr zuvor, als viele Teile Deutschlands und Österreichs von dem späten Frost betroffen waren. Aber Spätfrost war genau an diesem Tag, 25. Mai, das Thema beim Fortbildungsseminar der Firma Herzog. Baum Samen und Pflanzen GmbH. Erika Herzog zeigte zu Beginn ihres Vortrages Bilder vom letztjährigen Spätfrostschaden und empfahl: „Man sollte an den verkaufsfertigen Bäumen unbedingt die verfrorenen Triebe abpflücken, denn die braunen Spitzen bleiben 2 Jahre haften. Wenn die Bäume noch 2 Jahre bis zum Verkauf haben, sollten sie mit der Machete oder Heckenschere zurückgeschnitten werden.“ Bäume bis zum 4. Standjahr, so Erika Herzog weiter in ihrer Empfehlung, können sich selbst überlassen werden und im nächsten Jahr einen Korrekturschnitt bekommen. Einfacher sei es, wenn man spätfrostgefährdete Lagen für Nordmanntannen meiden würde. „Verwenden sie mindestens 2 bis 3 Herkünfte, und probieren Sie selbst aus, welche Herkünfte für ihren Standort geeignet sind“, erklärte Erika Herzog weiter und leitete zu ihrem eigentlichen Thema über: „Welche Herkunft ist die Beste?“ Der Frage folgte die Antwort auf dem Fuße: „Die beste Herkunft gibt es nicht.“

Sortiment für Kundenwünsche

Nicht nur der Spätfrost und die Lage der Kultur spielen bei der Herkunftswahl eine Rolle, sondern auch der Boden. „Sie müssen die Wünsche Ihrer Kunden kennen, damit Sie Sortiment und Größe schon bei der Kulturanlage berücksichtigen. Brauchen Sie breite Bäume oder schmale? Wähle ich georgische Herkünfte oder türkische und russische“, erklärte Erika Herzog (siehe mehr zur Kulturanlage auch im Sonderthema dieser Ausgabe). Durch die Wahl der Herkunft entscheidet man sich auch für einen entsprechenden Erntezyklus und Pflanzverband. So verlangen große Bäume einen größeren Pflanz­ab­stand. Will man kleinere Bäume produzieren, kann man en­ger pflanzen. „Wenn man jedoch 2 oder 3 Herkünfte hat, kann man eine breitere Palette anbieten und beispielsweise Fahrgassen bewachsen lassen – eine Vorerntenutzung mit kleineren Bäumen machen. Dies alles gilt es zu bedenken, wenn man vor der Qual der Wahl steht: Welche Herkunft soll man nehmen? Naheliegend, dass die Firma Herzog.Baum auf dem von ihr orga­nisierten Seminar die Herkünfte vorstellte, die sie bei sich im Programm hat. Angefangen von Ambrolauri-Tlugi über Borshomi, Apsheronsk und Arkhyz zu anderen Sorten wie der Fraser- oder Coloradotanne oder der Lasiocarpa. Hier eine kurze Zusammenfassung von Eigenschaften und Aussehen dieser Herkünfte und Sorten.

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