aus dem Journal

Mit Weitsicht und Fingerspitzengefühl

Mit Weitsicht und Fingerspitzengefühl

Ende August oder Anfang September beginnt vielerorts die Herbstpflanzung. In Dänemark ist man etwas früher und mancherorts in Österreich oder Deutschland auch vielleicht ein paar Tage später. Dennoch, die Herbstpflanzung steht an. Wer eine Kultur neu anlegt, hat vieles zu bedenken und muss lange im voraus planen. In unserem Sonderthema geben wir daher ein paar Hilfestellungen, Denkanstöße und Tipps, worauf man generell achten sollte.

Bei der Anlage einer Weihnachtsbaumkultur kann man sich zwischen zwei Produktionsverfahren entscheiden: die kontinuierliche oder die meist nach 10 Jahren vollständig abräumende Produktion. Bei der kontinuierlichen wird eine Kultur meist über 30 Jahre lang erhalten und sobald ein Baum geerntet wurde, wird dieser nachgepflanzt. Hier jedoch besteht die Gefahr, dass gerade in der dritten Rotationsphase der Hallimasch auftreten kann. Die kontinuierliche Bepflanzung bietet sich an, wenn man nicht allzu viel Fläche zur Verfügung hat, oder aber eine Fläche für Kunden zum Selberschlagen anbieten möchte. Die meisten Plantagen, oft auch von den mittleren bis größeren Produzenten, werden jedoch so geplant, dass die Bäume nach 10 vielleicht auch nach 12 Jahren vollständig abgeerntet werden. Dies hat den Vorteil, dass man das Bodenleben wieder aktivieren und somit bessere Bedingungen für die nächste Kultur schaffen kann – da­zu später mehr, denn die Bodenvorbereitung ist neben der Auswahl der Jungpflanzen und der Pflanzmethode die Basis für den Erfolg.

Allerdings sollte man, bevor man Arbeitszeit und Geld investiert, unbedingt klären, in welcher Lage sich die Kultur befindet. Ist sie in einer Talsenke oder auf einer Hügelkuppe, am Nord- oder Südhang? Denn vor allem der Spätfrost im Frühjahr ist der größte Feind der Weihnachtsbäume. Das hat sich in den vergangenen 5 Jahren wie­derholt gezeigt. Gerade vergangenes Jahr konnten die österreichischen Erzeuger ein Lied davon singen. Frostgefährdete Lagen wie Täler und Senken, sowie auch die Südhangseite – hier treiben die Bäume eher als am Nordhang – sollte man besser vermeiden, oder aber mit entsprechender Frostschutzberegnung ausstatten. Diese kann man dann laufen lassen, wenn bei einem klaren Mainachthimmel die Temperaturen unter null Grad sinken. Wer…..

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