aus dem Journal

Ackerschachtelhalm (Equisetum arvense)

Ackerschachtelhalm (Equisetum arvense)

Wer den Ackerschachtelhalm erst einmal auf seinem Land findet, wird ihn schwerlich wieder los. Das liegt daran, dass seine Wurzeln sehr tief in den Boden reichen und er sich schon aus kleinsten Wurzelabschnitten regenerieren kann. So verwundert es auch nicht, dass Schachtelhalm der letzte Überlebende einer urzeitlichen, umfangreichen Pflanzengruppe der Gefäßpflanzen ist. Er erschien schon vor mehr als 375 Milllionen Jahren auf der Erde und wird heute auch als “lebendes Fossil” bezeichnet.

Fruchtbare (fertile) Triebe

Der Ackerschachtelhalm ist eine ausdauernde Pflanze, die zu den Farnen gehört und sich somit auch durch Sporen verbreitet. Ab März erscheinen zunächst die Sporentriebe. Sie erreichen selten eine Höhe von mehr als 20 Zentimetern, haben keine Seitenäste und sind elfenbeinfarben. Der Stängel ist durch Knoten in 5 bis 7 Abschnitte geteilt und endet in einer 1 bis 4 Zentimeter langen, stumpfovalen Äh­re, die rundum mit Sporenbehältern bedeckt ist. Seitentriebe gibt es nicht. Der Leittrieb ist an den Scheiden von einer nach oben gezackten Blattfläche umhüllt, die an den Spitzen auffällig dunkelbraun gefärbt ist. Die fertilen Triebe sterben ab, wenn die Sporen verweht sind…….

veröffentlicht Kompendien